Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren: Kraftwerksteile fallen am Sonntag um 11:00 Uhr
Nikolaus SchleichKontrollierte Sprengung in Ibbenbüren: Kraftwerksteile fallen am Sonntag um 11:00 Uhr
Große kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren am Sonntag, 22. Februar
Am kommenden Sonntag, den 22. Februar, findet in Ibbenbüren eine großangelegte kontrollierte Sprengung statt. Dabei werden der Schornstein des Kraftwerks, die Rauchgasentschwefelungsanlage sowie die Entstickungsanlage in einer präzise geplanten Aktion zu Boden gehen. Rund 190 Anwohner und 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) befinden sich in der Sperrzone und müssen ihre Wohnungen bis 8:00 Uhr morgens verlassen.
Die Sprengung ist für etwa 11:00 Uhr vorgesehen; mit anschließenden Sicherheitskontrollen ist bis mittags zu rechnen. Bei reibungslosem Ablauf könnte das gesperrte Gebiet bereits ab 12:00 Uhr wieder freigegeben werden. Die Zufahrtsstraßen in und um die Sperrzone werden abgesperrt, Umleitungen lenken den Verkehr um das Gelände herum.
Betroffen von der Evakuierung sind Bewohner folgender Adressen: Alpenstraße (125, 127, 132, 141, 142, 143), Höhenstraße (17, 19, 19a, 21, 23, 24, 25, 26, 28, 30, 31, 33, 35, 38, 39, 40, 48, 50, 50a, 52, 54, 64) sowie Zechenstraße 10. Andere angrenzende Straßen sind von der Räumung nicht betroffen.
Die Polizeidienststelle Ibbenbüren, die ebenfalls in der Sperrzone liegt, verlagert ihren Betrieb für den Tag ins Rathaus. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um Sicherheit und Logistik zu koordinieren. Anwohner und Besucher wurden aufgefordert, nicht auf Straßen innerhalb des abgesperrten Bereichs zu parken, damit Rettungsfahrzeuge ungehindert passieren können.
Für Schaulustige wird am Rand der Sperrzone ein Veranstaltungszentrum mit einer Beobachtungsmöglichkeit eingerichtet. Zudem steht den Bewohnern der Zentralen Unterbringungseinrichtung eine Turnhalle zur Verfügung. Strenge Regeln gelten: Drohnenflüge sind während der Sprengung in einem Umkreis von 100 Metern um das Kraftwerksgelände strikt verboten.
Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt beim Rückbau des Kraftwerks Ibbenbüren. Mit gesperrten Straßen, bereitstehenden Rettungskräften und umfassenden Sicherheitsvorkehrungen soll die Aktion effizient über die Bühne gehen. Die von der Evakuierung betroffenen Anwohner dürfen erst nach Freigabe des Gebiets in ihre Häuser zurückkehren.






