Kostenlose Kulturbesuche für Essener Grundschüler ab 2026 geplant
Ein neues Projekt in Essen wird Grundschülern und Kindern mit besonderem Förderbedarf ab 2026 kostenlosen Zugang zu bedeutenden Kulturstätten ermöglichen. Die Initiative, unterstützt von E.ON und der RAG-Stiftung, zielt darauf ab, Chancengleichheit für junge Menschen im Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt zu schaffen. Beide Organisationen haben sich verpflichtet, die Transportkosten für Schulausflüge zu übernehmen.
E.ON und die RAG-Stiftung steuern jeweils 12.500 Euro bei, um finanzielle Hürden für Schulbesuche abzubauen. Das Geld fließt in kostenlose Beförderungsmöglichkeiten, sodass Schülerinnen und Schüler Einrichtungen wie das Museum Folkwang, das Ruhr Museum und die Alte Synagoge erkunden können. Auch das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv – beide eng mit der bergbaulichen Vergangenheit der Region verbunden – stehen auf dem Programm.
Die Maßnahme knüpft an das bestehende Engagement von E.ON für das Museum Folkwang an, wo das Unternehmen seit 2023 Ausstellungen und Bildungsprogramme fördert. Schulen, die teilnehmen möchten, müssen sich über das Stadtportal Essen anmelden, das vom Schulamt verwaltet wird.
Bürgermeister Thomas Kufen begrüßt die Initiative als praktischen Ersatz für den inzwischen eingestellten Kulturpass. Die RAG-Stiftung, die sich in ehemaligen Bergbauregionen für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsetzt, sieht in dem Projekt eine Möglichkeit, die lokale Verbindung zur Industriegeschichte zu stärken.
Die Förderung ermöglicht barrierefreie Besuche für tausende Kinder in ganz Essen. Durch die Übernahme der Fahrtkosten stellt die Initiative sicher, dass finanzielle Mittel kein Hindernis für den Zugang junger Menschen zu kulturellen und historischen Stätten darstellen. Das Programm soll bis 2026 vollständig an den Start gehen.






