Kostenloser Fritz-Lang-Abend: Wie Stummfilme die Weimarer Republik erklären
Nikolaus SchleichKostenloser Fritz-Lang-Abend: Wie Stummfilme die Weimarer Republik erklären
Volkshochschule Essen veranstaltet kostenlosen Vortrag und Filmabend
Am Donnerstag, dem 26. März, um 19 Uhr lädt die Volkshochschule (VHS) Essen zu einem kostenlosen Vortrag mit anschließender Filmvorführung ein. Die Veranstaltung würdigt den 50. Todestag des Regisseurs Fritz Lang und untersucht, wie seine Filme die politischen Umbrüche im Deutschland der Weimarer Republik widerspiegeln.
Der Vortrag findet im VHS-Zentrum am Burgplatz statt. Torsten Reters, Historiker, Soziologe und Erwachsenenbildner aus Dortmund, wird durch den Abend führen. Er analysiert Langs Werke – darunter "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Metropolis" – aus politischer Perspektive.
Der Filmkritiker Siegfried Kracauer hatte diese Filme bereits als Schlüssel zum Verständnis dafür untersucht, wie Demokratien unter autoritärem Druck erodieren können. Er deutete sie als Ausdruck gesellschaftlicher Sehnsüchte nach Ordnung, Autorität und starken Führungsfiguren. Nach seiner Emigration in die USA 1941 brachte Kracauer dem Publikum bei, deutsche Stummfilme als Spiegel ihrer Zeit zu lesen.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Langs Vermächtnis und seine Bedeutung für die politische Geschichte neu zu bewerten. Die Besucher:innen erleben, wie das frühe Kino des 20. Jahrhunderts gesellschaftliche Ängste und Umbrüche einfing. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich – alle Interessierten sind herzlich willkommen.






