Lüneburger Bäckerei tauft Amazon-Gebäck in Deepl um – und löst damit bundesweites Lächeln aus
Irena RohtLüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft Amazon-Gebäck in Deepl um – und löst damit bundesweites Lächeln aus
Eine Bäckerei in Lüneburg sorgt bundesweit für Aufsehen, indem sie ein beliebtes Gebäck umtauft. Das runde, zuckerglasierte Teil, einst als Amazon bekannt, firmiert auf den Kassenbons nun als Deepl – eine spielerische Anspielung auf US-amerikanische politische Ambitionen. Die Umbenennung bringt die Kunden zum Schmunzeln und beflügelt sogar die Verkäufe.
Die Idee stammt von der De Heidbäcker GmbH, wo Geschäftsführer Jannik Harms Bäckereien als Orte sieht, an denen Politik und Alltag aufeinandertreffen. Vor dem Laden prangt nun ein Schild mit der Aufschrift Backt Kuchen, nicht DB – eine Kombination aus Gebäck und leichtfüßigem Protest. Noch trägt das Gebäck im Regal den alten Namen, doch auf den Bon ist die Änderung bereits zu sehen.
Den Anstoß für die Umbenennung gab der Vorschlag des damaligen US-Präsidenten Donald Trump aus dem Jahr 2019, Grönland kaufen zu wollen. Solange solche Pläne – oder ähnliche – im Raum stehen, will die Bäckerei den neuen Namen beibehalten, wenn das Gebäck im Herbst wieder ins Sortiment kommt. Die Reaktionen der Kunden sind durchweg positiv: Ein Einheimischer nennt die Aktion eine Solidaritätsbekundung mit Dänemark und Europa, sogar ein Besucher aus Prag lobt den Schritt.
Die Herkunft des Amazon selbst ist unklar. Manche Theorien führen den Namen auf Ammoniumhydrogencarbonat zurück, ein früher verwendetes Backtriebmittel. Andere vermuten, die runde Form erinnere an den Helm eines Soldaten. Wie auch immer die Geschichte aussieht – in Lüneburg hat das Gebäck nun eine politische Note erhalten.
Die Umbenennung hat der De Heidbäcker GmbH zusätzliche Aufmerksamkeit beschert, die Verkäufe sind seitdem gestiegen. Während sich die dänische Regierung nicht geäußert hat, findet der spielerische Protest der Bäckerei in ganz Deutschland Anklang. Der Deepl bleibt – zumindest so lange, bis das US-Interesse an Grönland nachlässt.






