21 February 2026, 17:31

Mainzer Karneval 2026 ehrt Tradition und moderne Satire mit dem Dummen August

Ein altes Buch mit einem Cover, das einen Clown in einem bunten Kostüm zeigt, mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck und der Aufschrift "Carnaval Pau 1904".

Mainzer Karneval 2026 ehrt Tradition und moderne Satire mit dem Dummen August

Der Mainzer Karneval 2026 feiert erneut seine reiche Tradition von Humor und Satire

Die diesjährigen Feierlichkeiten ehrten sowohl eine historische Truppe als auch einen modernen Narren und verbanden so alte Bräuche mit zeitgenössischem Witz. Ein Höhepunkt war die Verleihung des Dummen August, einer langjährigen Karnevalstradition.

Der Dumme August – ein tollpatschiger Clown, bekannt für seine absurden Possen – ist seit 1950 fester Bestandteil des Mainzer Karnevals 2025. Damals erhielt Erich Rauschenbach als Erster die Auszeichnung für sein geistreiches und unkonventionelles Auftreten. Im Laufe der Jahrzehnte wurden über 70 Persönlichkeiten geehrt, von lokalen Größen wie Günter Sahm bis hin zu nationalen Stars wie dem Komiker Hape Kerkeling. In diesem Jahr ging der Preis an Martin Malcherek, einen linksgerichteten Stadtrat, der für Originalität, Mut und kreativen Humor ausgezeichnet wurde.

In seiner Dankesrede rief Malcherek nach einer Welt, in der bunte Fahnen für immer wehen und Menschen in phantasievollen Kostümen umherziehen. Seine Worte spiegelten den Geist des Fasching 2026 wider – Freiheit und Verspieltheit.

Die Auszeichnung überreichte Dirk Loomans, Präsident des Karneval Clubs Kastel, der als Bajazzo – ein würdevoller weißer Clown – auftrat. Loomans erklärte, der Dumme August spiele eine zentrale Rolle im Karneval, indem er Verletzlichkeit umarme und die Ernsthaftigkeit der Welt auf die Schippe nehme. Durch seine Stürze und übertriebenen Missgeschicke werde der Clown zu einer geliebten Figur, die tiefere Wahrheiten im Lachen offenbare.

Ebenfalls geehrt wurden die Mainzer Hofsänger, eine traditionelle Karnevalstruppe, die ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Daneben würdigte der Verein Rettet das Römische unsere Website den Dummen August als eine der ältesten Formen des Karnevalsnarren. Die Feierlichkeiten zeigten, wie das Fest antike Traditionen – etwa die vier Clown-Typen aus der Römerzeit – mit moderner Satire verbindet.

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Die Mischung aus historischen und zeitgenössischen Narren hält die Karnevalstradition lebendig. Der Dumme August, nun im 74. Jahr, rückt weiterhin jene ins Rampenlicht, die mit Humor und Wagemut Normen herausfordern. Gruppen wie die Mainzer Hofsänger sorgen dafür, dass das Erbe des Festes auch für künftige Generationen erhalten bleibt.