11 February 2026, 17:48

Mehr Professorinnen in NRW – doch Gleichstellung bleibt unvollendet

Eine Gruppe von Frauen steht nebeneinander vor einem Gebäude, lächelt und hält Bücher in den Händen, mit einem Tuch auf der rechten Seite und Türen und einer Wand im Hintergrund.

Immer mehr Frauen führen Universitäten in NRW an - Mehr Professorinnen in NRW – doch Gleichstellung bleibt unvollendet

Frauenanteil unter Professoren in Nordrhein-Westfalen steigt – doch Gleichstellung bleibt unvollendet

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Der Anteil von Professorinnen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist im vergangenen Jahrzehnt stetig gewachsen. Aktuelle Zahlen zeigen einen Anstieg von 21,8 Prozent im Jahr 2013 auf 29,6 Prozent im Jahr 2023. Trotz dieses Fortschritts stellen Frauen weiterhin weniger als ein Drittel aller Professoren an den Hochschulen des Landes.

Besonders ausgeglichen ist die Geschlechterverteilung in den Geisteswissenschaften, wo 46,3 Prozent der Professuren von Frauen besetzt sind. Ein deutlicher Kontrast dazu sind Fächer wie die Ingenieurwissenschaften, in denen nur 17,7 Prozent der Lehrstühle mit Frauen besetzt sind. Auch in Mathematik und Naturwissenschaften liegt der Frauenanteil mit 23,4 Prozent deutlich niedriger.

In den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zeigen sich ähnliche Disparitäten: Hier halten Frauen lediglich 25,6 Prozent der Professuren in der Betriebswirtschaft und 27,2 Prozent in der Rechtswissenschaft. Die Ingenieurwissenschaften, das größte akademische Fachgebiet in NRW, bleiben damit die am stärksten männlich dominierte Disziplin.

Jenseits der Lehrtätigkeit haben Frauen in Führungspositionen jedoch deutlich größere Fortschritte gemacht. Während 2013 nur 18,9 Prozent der hochschulischen Spitzenpositionen in NRW mit Frauen besetzt waren, stieg dieser Wert bis 2023 auf 41,7 Prozent – und liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt von 35,1 Prozent. Aktuell werden 15 der Landeshochschulen von Rektorinnen oder Präsidentinnen geleitet.

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Ina Brandes betonte die Notwendigkeit, die Leistungen von Forscherinnen stärker anzuerkennen und zu fördern. Sie unterstrich, dass deren Expertise vollumfänglich genutzt werden müsse, um die Hochschullandschaft in der Region zu stärken.

Zwar ist der Anteil der Professorinnen in NRW gestiegen, doch bleiben die Unterschiede zwischen den Fächern beträchtlich. In Führungspositionen ist die Repräsentation von Frauen mit über 40 Prozent bereits deutlich ausgeprägter. Die Verantwortlichen setzen sich weiterhin für eine bessere Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft ein.