Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Platzumbenennung
Irena RohtZum Geburtstag: Menden eröffnet den Margot Friedländer-Platz - Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Platzumbenennung
Ein Platz in Menden wird offiziell zu Ehren der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer umbenannt
Die feierliche Einweihung findet am Mittwoch um 18 Uhr statt – an dem Tag, an dem Friedländer, die im Mai verstorben ist, ihren 104. Geburtstag gefeiert hätte. Jahrzehntelang hatte sie sich dafür eingesetzt, junge Menschen über die Gefahren des Vergessens aufzuklären.
Die Initiative zur Umbenennung ging von Schülerinnen und Schülern des Netzwerks "Augen auf!" aus, das sich gegen Ausgrenzung und für die Wahrung der Menschenwürde engagiert. Nach Friedländers Tod gewann der Vorschlag an Fahrt, und der Stadtrat von Menden stimmte im Sommer einstimmig dafür.
Bei der Zeremonie werden Videoaufnahmen mit Friedländers Zeitzeugenberichten gezeigt. Zudem wird der Sänger Max Raabe eine Botschaft übermitteln. Die Veranstaltung würdigt ihr Lebenswerk: dafür zu sorgen, dass die Vergangenheit nie in Vergessenheit gerät.
Friedländer, die den Holocaust überlebte, machte es sich zur Aufgabe, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Sie war überzeugt, dass Bildung der Schlüssel ist, um zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt. Der nun nach ihr benannte Margot-Friedländer-Platz soll als dauerhafte Mahnung an ihr Wirken erinnern.
Die Einweihung unterstreicht ihren Einfluss auf Bildung und Erinnerungskultur. Die Schülerinnen und Schüler, die die Idee ursprünglich vorbrachten, werden am Mittwochabend erleben, wie ihr Engagement Früchte trägt.






