30 June 2026, 12:29

Milliardenstreit um Rheinbrücke: NRW kündigt Vertrag mit Porr – und riskiert Prozessmarathon

Schwach verteidigte Vertragsauflösung Rheinbrücke

Milliardenstreit um Rheinbrücke: NRW kündigt Vertrag mit Porr – und riskiert Prozessmarathon

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat rechtliche Schritte gegen den Baukonzern Porr wegen der neuen Rheinbrücke in Leverkusen eingeleitet. Das Land kündigte den Vertrag mit dem Unternehmen und löste damit einen Streit aus, der mittlerweile bis zu eine Milliarde Euro wert ist. Der Fall wird derzeit vor dem Landgericht Köln verhandelt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst verteidigte die Entscheidung, den Vertrag mit Porr zu beenden. Als Gründe nannte er systemische Mängel und schwerwiegende Fehler in den Stahlkomponenten. Wüst bestätigte zudem, dass er die Maßnahme gebilligt habe, um die Fertigstellung der Brücke zu beschleunigen.

Die Bundesregierung hat Porr auf Schadensersatz in Höhe von über 350 Millionen Euro verklagt. Porr wiederum hat eine Gegenklage eingereicht und fordert mehr als 200 Millionen Euro für erbrachte Leistungen und nicht erfüllte Aufträge. Die gesamten Prozesskosten könnten sich inklusive Zinsen und Folgekosten auf bis zu eine Milliarde Euro belaufen.

Das Projekt der neuen Rheinbrücke umfasst zwei parallele Brücken. Die erste ist bereits in Betrieb, während die zweite noch gebaut wird. Die Montage der Pylone für die zweite Brücke soll im September 2026 beginnen, die vollständige Fertigstellung ist für Mitte 2028 geplant.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer betonte, dass das Land keine negativen Auswirkungen durch das Urteil des Gerichts erwarte. Der Rechtsstreit dauert zwar an, doch die Bauarbeiten am Brückenprojekt gehen wie geplant voran.

Quelle