NRW plant revolutionäre Kita-Reform mit mehr Flexibilität und Milliardeninvestitionen
Irena RohtAllianzen und Carrier verpflichten sich zur Kita-Reform - NRW plant revolutionäre Kita-Reform mit mehr Flexibilität und Milliardeninvestitionen
Große Kita-Reform in Nordrhein-Westfalen nimmt Gestalt an
Ein grundlegender Umbau der Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat mit der Unterzeichnung eines gemeinsamen Positionspapiers durch zentrale Akteure an Fahrt aufgenommen. Kommunale Spitzenverbände, Träger von Kindertageseinrichtungen und Kirchen einigten sich auf Maßnahmen, um die Qualität und Flexibilität in Kitas zu verbessern. Die Reform zielt darauf ab, langjährige Probleme bei der Finanzierung und der Struktur der Betreuungsangebote zu lösen.
Ein zentraler Baustein der Neuerungen sind flexiblere Buchungsmöglichkeiten für Eltern. Ab August 2027 können Betreuungszeiten in Fünf-Stunden-Blöcken reserviert werden, was besser auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten ist. Zudem wird es in den Kitas Kern- und Randzeiten geben, die sich in Personalschlüssel und Aufgaben unterscheiden.
Die Finanzierung bleibt ein zentrales Thema. Das Land wird die Grundförderung für Kitas ab 2027 jährlich um 200 Millionen Euro erhöhen. Zusätzlich sind 1,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Infrastruktur vorgesehen, während 50 Millionen Euro in eine Personaloffensive fließen sollen. Diese Schritte folgen Forderungen nach einem nachhaltigen Finanzierungsmodell, das langfristige Stabilität sichert.
Das Gesetzgebungsverfahren für das überarbeitete KiBiz-Gesetz soll bis 2026 abgeschlossen sein, damit die Reformen zum 1. August 2027 in Kraft treten können. Die Landesregierung plant, auf Basis der neuen Vereinbarungen einen Gesetzentwurf vorzulegen, der weitere Verbesserungen bei Betreuungsstandards und operationaler Flexibilität bringt.
Die unterzeichnete Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt zur Schließung von Finanzierungslücken und zur Qualitätssteigerung in NRW-Kitas. Eltern erhalten mehr Flexibilität bei der Buchung von Betreuungszeiten, während die erhöhten Landesmittel in Personal und Infrastruktur fließen. Die Umsetzung der Reformen ist für Mitte 2027 vorgesehen – vorausgesetzt, die rechtlichen Verfahren werden wie geplant abgeschlossen.






