11 February 2026, 19:35

NRW-Reform: Gleiches Gehalt für alle Lehrer – doch Beförderungen bleiben stiefmütterlich behandelt

John Bull sitzt mit einem Schulmeister an einem Tisch mit einem Hut und Papieren, eine Tür und eine Ankündigung an der Wand im Hintergrund.

NRW-Reform: Gleiches Gehalt für alle Lehrer – doch Beförderungen bleiben stiefmütterlich behandelt

Geplante Gehaltsreform für Lehrer in Nordrhein-Westfalen sorgt für Streit

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ab dem 1. August 2026 sollen alle neu eingestellten Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen in die Besoldungsgruppe A13 eingestuft werden – und damit das gleiche Einstiegsgehalt erhalten wie ihre Kollegen an Gymnasien. Kritiker monieren jedoch, dass die Reform zentrale Probleme wie Karriereperspektiven und Anreize für Führungspositionen ungelöst lässt.

Mit der Neuregelung werden die Anfangsgehälter von Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschullehrern denen ihrer Kollegen an Gymnasien angeglichen. Bisher begannen nur Gymnasiallehrer in der Besoldungsstufe A13, während andere Lehrkräfte niedriger eingestuft wurden. Die Landesregierung argumentiert, die Reform solle helfen, Personal für benachteiligte Schulen zu gewinnen.

Gewerkschaften und Opposition kritisieren jedoch scharf, dass Beförderungen und Führungsaufgaben von der Anpassung ausgenommen bleiben. Im neuen System sieht die erste Beförderungsstufe keine finanzielle Verbesserung vor – erfahrene Lehrkräfte haben damit keine Gehaltsentwicklung mehr. Beobachter warnen, dies könnte die Motivation mindern und Führungspositionen unattraktiv machen.

Die SPD verknüpft die Gehaltsstruktur mit dem anhaltenden Lehrkräftemangel und unbesetzten Schulleiterstellen. Ohne höhere Bezüge für zusätzliche Verantwortung befürchten Gewerkschaften, dass Schulen Schwierigkeiten haben werden, wichtige Posten zu besetzen. Bereits jetzt gibt es Proteste: Lehrkräfte fordern klarere Karrierewege und faire Vergütung für Mehrarbeit.

Konkrete Zahlen zu betroffenen Lehrkräften oder Gehaltsunterschieden liegen bisher nicht vor. Die Reform betrifft Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen, doch genaue Angaben fehlen.

Ab August 2026 gleiches Einstiegsgehalt – aber Beförderungen bleiben unverändert Während die Reform die Anfangsgehälter vereinheitlicht, bleiben die Aufstiegsmöglichkeiten unverändert. Schulen könnten vor weiteren Personalproblemen stehen, wenn Führungspositionen finanziell nicht honoriert werden. Statt die Personalgewinnung zu stärken, droht die Unzufriedenheit unter bestehenden Lehrkräften weiter zu wachsen.