NRW setzt auf leise und saubere Glasfaser-Verlegung mit Elektrobohrern
Irena RohtNRW setzt auf leise und saubere Glasfaser-Verlegung mit Elektrobohrern
Eine neue Methode zum Verlegen von Glasfaserkabeln macht den Ausbau in Nordrhein-Westfalen leiser und umweltfreundlicher
Statt lauter Dieselbagger kommen bei den Bauarbeiten nun elektrische Bohranlagen zum Einsatz – und reduzieren so Lärm und Emissionen um mindestens 80 Prozent. Die ersten Arbeiten im Essener Stadtteil Steele haben Anwohner bereits mit ihrer geringen Belästigung überrascht.
Die Verlegung begann entlang der Ruhr, wo auf einer Strecke von 800 Metern Kabel in einem offenen Graben verlegt wurden. In der Nähe musste ein kilometerlanger Abschnitt unter einer stark befahrenen Kreuzung hindurchgeführt werden. Um laute Maschinen zu vermeiden, übernahm eine elektrische Bohranlage, betrieben mit einem mobilen Akkupack, die Aufgabe.
Der Umstieg von Diesel- auf Elektrogeräte ist Teil einer größeren Initiative. Bis April 2026 sollen in über 50 Straßen und Stadtteilen – darunter Bereiche in Düsseldorf, Köln und Dortmund – Glasfaserkabel mit emissionsarmen Techniken verlegt werden. Methoden wie Mikrotrenching und Horizontalbohrungen sind mittlerweile Standard bei Anbietern wie der Deutschen Telekom und Vodafone.
Das Energieberatungsunternehmen Green Econo aus Brilon begleitet das Projekt fachlich. Seine Aufgabe besteht darin, die Arbeiten effizient und umweltschonend zu gestalten. Die Anwohner in Steele spüren den Unterschied bereits: Viele zeigen sich erfreut über den fehlenden Lärm und die Abgase im Vergleich zu herkömmlichen Baustellen.
Das Vorhaben markiert einen deutlichen Wandel beim Ausbau von Glasfasernetzen. Elektrogeräte und saubere Verfahren ersetzen zunehmend die alte, umweltschädliche Technik. Da weitere Gebiete folgen sollen, könnte dieser Ansatz zum neuen Standard für Infrastrukturprojekte werden.






