NRW startet Großrazzia gegen über 7.000 Influencer wegen Steuerverdachts
Wenke KranzSteuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - NRW startet Großrazzia gegen über 7.000 Influencer wegen Steuerverdachts
Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen leiten Großrazzia gegen über 7.000 Social-Media-Influencer ein
Die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen haben eine umfangreiche Untersuchung gegen mehr als 7.000 Social-Media-Influencer eingeleitet. Im Fokus steht der Verdacht auf mögliche Steuerhinterziehung, nachdem Beamte einen großen Datensatz ausgewertet hatten, der mit Online-Content-Erstellern in Verbindung steht. Jeder Einzelfall soll nun geprüft werden, um festzustellen, ob Steuern in voller Höhe abgeführt wurden.
Die Ermittlungen knüpfen an die Arbeit der sogenannten Influencer-Taskforce an, einer Sonderermittlungseinheit, die im vergangenen Jahr innerhalb der Steuerfahndung NRW eingerichtet wurde. Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hatte zuvor Daten von mehreren Plattformen gesammelt und tausende Einträge erfasst, die mit Influencern verknüpft sind.
Wie die Behörden bestätigten, beziehen sich die Datensätze auf über 7.000 Personen allein in Nordrhein-Westfalen. Bereits vor diesem neuen Datenpaket liefen rund 200 Strafverfahren. Während andere Bundesländer ähnliche Methoden anwenden, ist NRW die einzige Region, in der konkrete Zahlen öffentlich bekannt sind.
Die Taskforce wird nun jeden Fall einzeln prüfen, um nicht deklarierte Einnahmen oder falsche Steuererklärungen aufzudecken. Bisher wurden keine Details zu bestimmten Influencern oder beteiligten Plattformen bekannt gegeben.
Die Ermittlungen unterstreichen die zunehmende Überwachung digitaler Einkünfte in Deutschland. Mit 7.000 Influencern unter der Lupe in NRW wollen die Behörden die Einhaltung der Steuergesetze sicherstellen. Bei festgestellten Verstößen drohen Strafzahlungen oder Nachforderungen für diejenigen, die ihre Einkünfte zu niedrig angegeben haben.






