ProSieben bringt mit KI wiederbelebte Stars wie Amy Winehouse zurück – doch die Kritik wächst
Nikolaus SchleichProSieben bringt mit KI wiederbelebte Stars wie Amy Winehouse zurück – doch die Kritik wächst
Umstrittene neue Musikshow: ProSieben bringt mit KI wiederbelebte Stars auf den Bildschirm
Nächsten Monat startet auf dem deutschen Sender ProSieben eine kontroverse neue Musikshow mit dem Titel Staying Alive – Stars singen mit Legenden. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) werden darin Auftritte verstorbener Künstler rekonstruiert und mit lebenden Sängerinnen und Sängern kombiniert. Das Format hat bereits vor seiner Ausstrahlung eine Debatte über ethische Bedenken und Fragen der Einwilligung ausgelöst.
Die von Endemol Shine produzierte Sendung wird digitale Versionen von Amy Winehouse, Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury präsentieren. Durch KI-Technologie sollen ihre Stimmen so aufbereitet werden, dass sie möglichst nah an die Originalaufnahmen heranreichen. In der ersten Folge tritt der deutsche Popstar Sasha gemeinsam mit Amy Winehouse auf, während Elvis Presley mit der Girlgroup No Angels zu sehen sein wird. Weitere Duette umfassen Alvaro Soler mit Whitney Houston sowie Samu Haber mit Freddie Mercury.
Die Premiere findet am 25. April statt, eine Woche später folgt die zweite Episode. Der Titel Staying Alive könnte dabei auch eine Anspielung auf die eigenen Herausforderungen des Senders sein: Die hinter der Show stehende Mediengruppe ProSiebenSat.1 steckt in finanziellen Schwierigkeiten und ist auf starke Quoten angewiesen, um über die Runden zu kommen.
Kritiker haben bereits Bedenken geäußert und fragen, wie ethisch vertretbar es ist, verstorbene Künstler ohne deren Zustimmung in dieser Form zu nutzen. Trotz möglicher Gegenreaktionen setzt ProSieben auf das Projekt und hofft, mit dem neuartigen Konzept Zuschauer zu gewinnen.
Der Einsatz von KI, um verstorbene Musiker quasi wiederzubeleben, markiert einen gewagten, aber auch polarisierenden Schritt in der Unterhaltungsbranche. Sollte das Format erfolgreich sein, könnte es Schule machen für künftige Projekte, die Technologie mit Nostalgie verbinden. Ob die Show jedoch beim Publikum ankommt oder abgelehnt wird, könnte über das weitere Schicksal des Senders entscheiden.






