Sechsstelliger Verlust: Ältere Frau fällt auf perfiden Telefonbetrug herein
Wenke KranzSechsstelliger Verlust: Ältere Frau fällt auf perfiden Telefonbetrug herein
Eine ältere Frau aus Mülheim ist Opfer eines raffinierten Telefonbetrugs geworden, bei dem sie einen sechsstelligen Betrag verlor. Betrüger, die sich als Sicherheitsmitarbeiter ausgaben, überredeten sie zu einer Überweisung, nachdem sie ihr vorgaukelten, ihr Depotkonto sei kompromittiert worden. Der Vorfall begann mit einer täuschenden Push-Benachrichtigung auf ihrem Handy.
Der Betrug nahm seinen Lauf, als die Geschädigte eine Push-Nachricht auf ihrem Smartphone erhielt – scheinbar von ihrer App Store-App. Die Meldung forderte sie auf, aus Sicherheitsgründen eine angegebene Nummer anzurufen. Als sie dort anrief, gab sich der Anrufer als Mitarbeiter des Sicherheitsteams der App Store aus und behauptete, Betrüger hätten über ihr Konto Kryptowährungen erworben.
Im Verlauf eines langen Telefonats wies der Hochstapler sie an, eine Fernwartungssoftware auf ihrem PC zu installieren. Nach der Installation loggte sich die Frau in ihr Bankkonto ein – und ermöglichte dem Betrüger so die vollständige Kontrolle über ihren Bildschirm. Unter seiner Anleitung tätigte sie mehrere Transaktionen und überwies insgesamt einen sechsstelligen Betrag.
Erst nach der Geldübertragung endete das Gespräch. Misstrauisch geworden, wandte sich die Frau später an die Polizei, um den Betrug zu melden.
Der Fall zeigt, wie Betrüger gezielt Vertrauen und moderne Technologie ausnutzen, um hohe Summen zu erbeuten. Die Mülheimer Polizei ermittelt nun in dem Fall, doch umfassende Statistiken zu ähnlichen Betrugsfällen in Nordrhein-Westfalen liegen bisher nicht vor. Die Behörden warnen weiterhin vor solchen perfiden Maschen.






