02 April 2026, 16:36

Solingen diskutiert Heimatschutz: Wie die Stadt sich auf Krisen vorbereitet

Ein Plakat zeigt eine chaotische Straßenszene in New York City mit Aufständischen und Milizionären, im Hintergrund Gebäude und aus den Gebäuden aufsteigender Rauch, mit der Beschriftung "New York - Der Kampf zwischen Aufständischen und Miliz" unten.

Solingen diskutiert Heimatschutz: Wie die Stadt sich auf Krisen vorbereitet

Solingen diskutiert Heimatschutz angesichts wachsender Bedrohungen für zivile Infrastruktur

In Solingen fand kürzlich eine Veranstaltung zum Thema Heimatschutz statt – vor dem Hintergrund zunehmender Gefahren für die zivile Infrastruktur. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), stand die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Militär, Rettungskräften und kommunalen Behörden im Mittelpunkt. Gleichzeitig markierte die Zusammenkunft den 70. Geburtstag der Bundeswehr, der deutschen Streitkräfte.

Unter dem Titel "Heimatschutz in Zeiten erhöhter Bedrohungen – wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" trafen sich führende Vertreter aus Sicherheit und Katastrophenschutz. Generalmajor Andreas Henne, Leiter der Abteilung Heimatschutz der Bundeswehr, skizzierte ein hypothetisches Szenario: koordinierte Angriffe auf kritische Infrastruktur bis zum Jahr 2028. Er warnte, dass nicht nur militärische, sondern auch gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und organisatorische Strukturen gestärkt werden müssten.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, eröffnete und beschloss die Diskussionen mit einer klaren Botschaft. Sie betonte, dass die Verteidigung von Freiheit, Frieden und Demokratie eine Gesellschaft voraussetze, die Krisen standhalten könne. In ihren Schlussworten unterstrich sie die Notwendigkeit kollektiver Resilienz, um diese Werte zu bewahren.

Lokale Verantwortliche berichteten über die Schutzmaßnahmen in Solingen. Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit der Stadt, bestätigte Fortschritte bei der Absicherung der Wasserversorgung sowie der Strom- und Gasnetze. Markus Röhrl, Polizeipäsident für das Bergische Städtedreieck, erläuterte, wie die Polizei in übergeordnete Krisenmanagementpläne eingebunden ist.

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Die Veranstaltung hob die bestehenden Partnerschaften zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutzbehörden, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk (THW) hervor. Seit 2018 haben sich ähnliche Kooperationen etwa in Krefeld entwickelt, wo Feuerwehr, Polizei und Aufsichtsbehörden mit freiwilligen Organisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund zusammenarbeiten. Bundesweit bildet dieses Netzwerk das Rückgrat der zivilen Schutzstrategien.

Die Diskussionen in Solingen zeigten konkrete Schritte auf, um die Sicherheit durch zivil-militärische Zusammenarbeit zu stärken. Behörden erweitern den Schutz kritischer Infrastruktur und verbessern gleichzeitig die Vorbereitung von Bevölkerung und Institutionen. Die Veranstaltung diente sowohl als Bestandsaufnahme der bisherigen Zusammenarbeit als auch als Appell, angesichts einer sich wandelnden Bedrohungslage wachsam zu bleiben.

Quelle