09 May 2026, 00:34

Solingen gibt Notfallhilfe für marode Eissporthalle frei – doch die Kritik bleibt

Große Indoor-Eisfläche mit Deckenbeleuchtung, Werbetafeln, einer Wand, Treppen mit Geländern und einigen Menschen, was auf eine Sportanlage hinweist, die likely für Hockey genutzt wird.

Solingen gibt Notfallhilfe für marode Eissporthalle frei – doch die Kritik bleibt

Solingens Finanzausschuss bewilligt Notfallmittel für die Eissporthalle

Der Finanzausschuss der Stadt Solingen hat Notfallmittel in Höhe von 82.234 Euro freigegeben, um dringende Sicherheitsmängel in der städtischen Eissporthalle zu beheben. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die Anlage zunehmend wegen ihres baulichen Zustands und ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit in der Kritik steht. Die lokale Wählergruppe SG zukunft. begrüßt zwar die Maßnahme, stellt jedoch die langfristigen Auswirkungen infrage.

Die nun bereitgestellten Gelder sollen akute Gefahren beseitigen und den Betrieb der Eishalle vorerst aufrechterhalten. Die SG zukunft. betont jedoch, dass die grundlegenden Probleme damit nicht gelöst seien. Der Betreiber, die Solingen Eissport gGmbH, kämpfe mit dem maroden Zustand der Anlage, verfüge aber nicht über die nötigen Mittel, um die Herausforderungen allein zu bewältigen.

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Die Gruppe wirft der Stadt vor, bisher keine umfassende baulich-technische Prüfung der Halle vorgenommen zu haben. Ohne eine solche Bewertung sei unklar, ob die Notfallgelder ausreichen oder zielgerichtet eingesetzt werden könnten. SG zukunft. kündigte an, der Verwaltung detaillierte Anfragen zu stellen, um den tatsächlichen Zustand der Eishalle und den Finanzbedarf zu klären.

Langfristig werden weitere Investitionen nötig sein. Ein mögliches Sanierungsprojekt im Umfang von 4,8 Millionen Euro wurde bereits diskutiert, ein offizieller Antrag steht jedoch noch aus. Die Wählergruppe fordert, dass künftige Ausgaben in eine klare, nachhaltige Strategie eingebettet sein müssen, um die Zukunft der Eishalle zu sichern und Steuergelder verantwortungsvoll einzusetzen.

Die Notfallmittel bieten zwar eine kurzfristige Entlastung bei den Sicherheitsrisiken. Doch ohne eine gründliche Bestandsaufnahme und ein langfristiges Konzept bleiben Zweifel an der finanziellen und baulichen Stabilität der Anlage bestehen. Die Stadt steht nun unter Druck, einen transparenten und tragfähigen Plan für den Erhalt der Eissporthalle vorzulegen.

Quelle