Solingen plant sinnvolle Jobs für Asylsuchende und Bürgergeld-Empfänger – ohne Konkurrenz zum Arbeitsmarkt
Nikolaus SchleichSolingen plant sinnvolle Jobs für Asylsuchende und Bürgergeld-Empfänger – ohne Konkurrenz zum Arbeitsmarkt
Die SPD-Ratsfraktion in Solingen hat eine neue Initiative vorgeschlagen, um sinnvolle Arbeitsplätze für Asylsuchende und Bürgergeld-Empfänger zu schaffen. Das Vorhaben richtet sich an erwerbsfähige, aber derzeit arbeitslose Menschen. Ein detailliertes Konzept inklusive Kostenschätzungen soll bis zu den nächsten Haushaltsverhandlungen erarbeitet werden.
Im Mittelpunkt des Programms stehen Tätigkeiten mit gesellschaftlichem Mehrwert, die bisher kaum vom regulären Arbeitsmarkt abgedeckt werden. Es soll keine Konkurrenz zu bestehenden Arbeitsverhältnissen entstehen, sondern Lücken in kommunalen Dienstleistungen geschlossen werden. Nichtregierungsorganisationen in Solingen werden eine zentrale Rolle spielen und ihre Erfahrung in die Umsetzung einbringen.
Corinna Faßbender, sozialpolitische Sprecherin der SPD, betonte, wie wichtig Arbeit für das Selbstwertgefühl und eine strukturierte Tagesroutine sei. Zudem trage sie dazu bei, dass Menschen aktiver am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Der lokale Unternehmer Daniel Weber ergänzte, dass sinnvolle Beschäftigung Sprachkenntnisse und Integration von Zugewanderten fördere.
Nun muss die Verwaltung ein vollständiges Konzept ausarbeiten, bevor die Haushaltsberatungen beginnen. Noch ist unklar, wie viele Asylsuchende oder Bürgergeld-Bezieher konkret von der Maßnahme profitieren könnten.
Bei einer Umsetzung würde die Initiative strukturierte Wege in den Arbeitsmarkt ebnen und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt stärken. Die Einbindung von NGOs und der Fokus auf bisher vernachlässigte Tätigkeitsfelder sollen den Übergang erleichtern. Die endgültige Entscheidung hängt von der anstehenden Haushaltsprüfung ab.






