Solingen setzt auf "Housing First" im Kampf gegen Obdachlosigkeit
Nikolaus SchleichSolingen setzt auf "Housing First" im Kampf gegen Obdachlosigkeit
Solingen will sein Vorgehen gegen Obdachlosigkeit mit einer neuen langfristigen Strategie grundlegend reformieren. Ein fraktionsübergreifender Antrag fordert einen strukturierten Plan zur Bewältigung des Problems, darunter eine bessere Koordinierung der Hilfsangebote. Aktuell leben etwa 20 Menschen in der Stadt ohne Unterkunft.
Im Mittelpunkt der geplanten Strategie steht der "Housing First"-Ansatz. Dieses Modell sieht vor, betroffenen Personen zunächst eine stabile Wohnsituation zu bieten, um ihnen den Ausstieg aus der Obdachlosigkeit zu ermöglichen. Parallel dazu wird die Stadt präventive Maßnahmen sowie leicht zugängliche Gesundheits- und Beratungsdienste ausbauen.
Das bestehende, landesgeförderte Programm "ProMie+ Solingen", das derzeit vorübergehende Unterstützung leistet, soll dauerhaft fortgeführt werden. Zudem prüft die Verwaltung die Einführung von Lotsendiensten, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu verbessern.
Um die Fortschritte zu dokumentieren, werden regelmäßig Berichte erstellt, die die Wirkung der Maßnahmen evaluieren. Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsbeteiligung wird die Pläne am 21. April 2026 beraten.
Ziel der neuen Strategie ist es, ein nachhaltiges System zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in Solingen zu schaffen. Durch den Fokus auf stabiles Wohnen und zugängliche Hilfsangebote hofft die Stadt, die Zahl der Menschen ohne Obdach zu verringern. Die anstehende Diskussion im Ausschuss wird die nächsten Schritte für die Umsetzung festlegen.






