Solingen sucht Lösungen: Immer mehr Kinder können nicht schwimmen
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne grundlegende Schwimmkenntnisse. Die Entwicklung hat zu Forderungen nach schnellem Handeln geführt – aus Sorge um die Sicherheit der Kinder und den begrenzten Zugang zu Schwimmkursen. Nun sucht die Stadt nach Wegen, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zum Ende ihrer Schullaufbahn sicher schwimmen können.
Das Problem hat sich über Jahre verschärft: Kürzere Hallenbadzeiten, Personalmangel und die pandemiebedingten Einschränkungen haben dazu geführt, dass viele Kinder nicht sicher schwimmen können. Damit sind sie einem erhöhten Ertrinkungsrisiko ausgesetzt – eine Gefahr, die jedes Jahr aufs Neue besteht.
Als Lösung schlägt die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat vor, Schwimmassistenten einzustellen. Diese könnten Lehrkräfte unterstützen, kleinere Gruppen betreuen und individuelle Förderung anbieten. Ziel ist es, die Qualität des Unterrichts zu verbessern und zu verhindern, dass Kinder zurückbleiben.
Laut Solinger Sportbund würden rund 75.000 Euro jährlich ausreichen, um an allen Schulformen eine flächendeckende Betreuung zu gewährleisten. Weitere Mittel könnten aus externen Programmen wie "Deutschland lernt schwimmen" stammen. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit Schwimmassistenten auszuwerten, deren Wirksamkeit zu prüfen und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu erkunden.
Frühzeitiges Schwimmenlernen stärkt das Selbstvertrauen, fördert Bewegung – und rettet vor allem Leben. Ohne Gegenmaßnahmen droht sich der Trend fortzusetzen, dass Grundschüler ohne Schwimmfähigkeiten entlassen werden.
Der Vorschlag unterstreicht den Bedarf an verlässlichem Schwimmunterricht in Solingen. Wird er umgesetzt, könnten Schwimmassistenten gezielt dort helfen, wo der Bedarf am größten ist. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie die Stadt die Kosten, Finanzierungsquellen und die mögliche Wirkung des Programms bewertet.






