Solinger SPD-Ikone Jochen Müller-Stöver stirbt – ein Leben für Bildung und Gemeinschaft
Nikolaus SchleichSolinger SPD-Ikone Jochen Müller-Stöver stirbt – ein Leben für Bildung und Gemeinschaft
Jochen Müller-Stöver, eine prägende Persönlichkeit der Solinger SPD, ist verstorben. Der langjährige Politiker, der mehr als 50 Jahre im öffentlichen Dienst wirkte, hinterlässt tiefe Spuren in der lokalen Politik – besonders in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Gemeinschaftsleben.
Am Neujahrstag 1963 trat Müller-Stöver in die SPD ein und begann damit eine Karriere, die sich über Jahrzehnte erstrecken sollte. Als Stadtrat, Bezirksvertreter und 15 Jahre lang als Vorsitzender des Bezirks Wald wurde er für viele Bürger nicht nur zum Politiker, sondern zum vertrauten Nachbarn, der ihre Anliegen wirklich verstand.
Sein Einfluss auf das Solinger Bildungssystem war beträchtlich: Er baute Plätze an Gesamtschulen aus, ohne dabei die elterliche Wahlfreiheit einzuschränken. Besonders am Friedrich-Albert-Lange-Gymnasium hinterließ er ein bleibendes Erbe – auch wenn jüngere Entwicklungen dort bisher nicht dokumentiert sind.
Doch Müller-Stövers Engagement ging über die Bildungspolitik hinaus. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des Städtischen Klinikums Solingen setzte er sich für finanzielle Stabilität und eine bessere Arbeitsmoral ein. Kollegen erinnern sich an ihn als überzeugten Verfechter sozialdemokratischer Werte.
Ernst Lauterjung, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, bezeichnete Müller-Stöver als "die Seele des Bezirks Wald". Auch Daniel Weber, aktueller Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Solingen, würdigte sein Wirken und betonte seinen nachhaltigen Einfluss auf Partei und Stadtgesellschaft.
Mit Müller-Stövers Tod endet eine Ära für Solingens politisches und soziales Gefüge. Seine Arbeit in Bildung, Gesundheitswesen und Kommunalpolitik prägte die Stadt über Generationen hinweg. Bis heute ehren Politiker und Bürger sein Engagement und seine Vision.






