Strack-Zimmermann und Kubicki planen FDP-Doppelspitze nach Wahldebakel
Nikolaus SchleichStrack-Zimmermann und Kubicki planen FDP-Doppelspitze nach Wahldebakel
Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat signalisiert, dass sie bereit ist, gemeinsam mit Wolfgang Kubicki für den Parteivorsitz zu kandidieren. Der vorgeschlagene Doppelvorsitz folgt auf das enttäuschende Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026.
Der Stimmenanteil der Liberalen war dort von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4,4 Prozent eingebrochen – zu wenig für den Wiedereinzug in den Landtag. Nach diesem Rückschlag hatten Strack-Zimmermann und Kubicki Gespräche über eine mögliche gemeinsame Spitzenkandidatur geführt.
Gerüchte über persönliche Spannungen mit Kubicki wies sie zurück und bezeichnete ihn als gradlinigen und erfahrenen Politiker – "ähnlich wie ich selbst". Ihre unterschiedlichen Ansprache an Wählergruppen, so ihr Argument, könnte der Partei breitere Unterstützung verschaffen.
Zudem lobte Strack-Zimmermann den stellvertretenden Parteivorsitzenden Henning Höne als "höchst erfahren" und prädestiniert dafür, die nächste Generation der FDP anzuführen. Eine Zusammenarbeit des Trios, so ihre Überzeugung, könnte helfen, das Vertrauen in die Partei nach den jüngsten Verlusten wiederherzustellen.
Eine gemeinsame Kandidatur von Strack-Zimmermann und Kubicki wird weiterhin diskutiert. Sollte sie zustande kommen, könnte dies einen strategischen Neuanfang für die FDP nach dem Wahldebakel einläuten. Die Einbindung Hönes, davon ist sie überzeugt, würde die Ausrichtung der Partei zusätzlich stabilisieren.






