Streit um Atomtransporte: Berliner Gericht entscheidet über Stopp der Castor-Fahrten
Irena RohtGericht entscheidet über Transport von Atommüll - Streit um Atomtransporte: Berliner Gericht entscheidet über Stopp der Castor-Fahrten
Ein Rechtsstreit um Atomtransporte von Jülich nach Ahaus landet vor dem Berliner Verwaltungsgericht. Das Gericht wird bis Dezember entscheiden, ob die geplanten Transporte gestoppt werden. Die Umweltorganisation BUND hat Bedenken zur Sicherheit geäußert und drängt auf eine Verzögerung.
Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen will noch vor Jahresende mit dem Abtransport radioaktiver Stoffe beginnen. Die Route würde durch Nordrhein-Westfalen führen, doch der BUND argumentiert, dass es an ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen für den Transport fehlt.
Der BUND hat einen Eilantrag eingereicht, um die Transporte bis zur Gerichtsentscheidung zu blockieren. Die Organisation fordert die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ihres früheren Widerspruchs – sollte diesem stattgegeben werden, wären die Transporte rechtswidrig. Die Umweltschützer bestehen darauf, dass kein Atommüll verlagert werden darf, bis das Verfahren abgeschlossen ist.
Bis zur Entscheidung des Gerichts im Dezember werden keine Transporte stattfinden. Falls die Richter dem BUND Recht geben, würden die geplanten Verbringungen vollständig gestoppt.
Das Urteil des Gerichts wird darüber entscheiden, ob der Atomtransport wie vorgesehen durchgeführt werden kann. Bis dahin ruhen alle Lieferungen. Die Entscheidung wird zudem klären, ob die Sicherheitsbedenken des BUND rechtlich relevant sind.






