Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Nikolaus SchleichTaylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihr Bild und ihre Stimme vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen ein, die ihre Stimme sowie ein charakteristisches Bühnenfoto abdecken. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von KI-generierten Fälschungen, die ihr Abbild ohne Erlaubnis verwenden.
Die Anmeldungen wurden von TAS Rights Management, Swifts Firma, eingereicht und erstmals vom Fachanwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, entdeckt. Zwei der Anträge beziehen sich auf Klangmarken für ihre Stimme, konkret die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Die dritte schützt eine Bildmarke: ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, in einem mehrfarbigen, schillernden Bodysuit gekleidet und auf einer pinken Bühne steht.
Traditionell decken Markenrechte nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person ab. Doch Swifts Anmeldungen loten die rechtlichen Grenzen im KI-Zeitalter aus, in dem Deepfakes und unerlaubte Nachbildungen weit verbreitet sind. Ihr Abbild wurde bereits in KI-generierten Inhalten missbraucht, darunter in Meta-Chatbots und explizitem Material.
Diese rechtliche Strategie spiegelt breitere Branchenbedenken wider. 2025 sicherte sich Matthew McConaughey acht Markenrechte, darunter eine Klangmarke für seinen berühmten Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!"" sowie Videoaufnahmen von sich selbst. Im selben Jahr schickte Disney einen Unterlassungsbrief an Google wegen dessen KI-Plattform Gemini, die angeblich geschützte Charaktere ohne Genehmigung reproduziert hatte.
Bundesweite Markenklagen können als wirksame Abschreckung gegen Missbrauch dienen. Swifts Anträge zeigen einen proaktiven Ansatz, um ihr Image in einer Zeit zu kontrollieren, in der KI Stimmen und Erscheinungsbilder mühelos nachahmen kann. Ihre Markenanmeldungen zielen darauf ab, die unberechtigte KI-Nutzung ihrer Stimme und ihres Abbilds einzuschränken. Sollten die Marken genehmigt werden, könnten sie eine rechtliche Grundlage bieten, um künftige Missbräuche vor Gericht anzufechten – und damit ein Präzedenzfall für andere Künstler werden, die ähnlichen Risiken ausgesetzt sind.






