24 February 2026, 23:45

Taylor Swifts Musikvideo macht ein vergessenes Gemälde im Berliner Museum zum Star

Eine alte Zeitungsanzeige für das Nouveau Theatre in Boulton, Frankreich, mit Text über die Theaterangebote.

Taylor Swifts Musikvideo macht ein vergessenes Gemälde im Berliner Museum zum Star

Taylor Swifts neuer Song bringt einem unbekannten Gemälde in Deutschland überraschenden Ruhm

Ophelia, ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert im Museum Berlin, zieht seit seinem Auftritt in einem Musikvideo der Sängerin plötzlich Scharen von Besuchern an. Das einst von der breiten Öffentlichkeit übersehene Werk ist nun zum Magneten für Fans geworden.

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Die ehemalige Besitzerin des Gemäldes, Danielle Neess, und der Kunstexperte David Suppes haben Taylor Swift sogar nach Berlin eingeladen. Ihr Gespräch über das Kunstwerk wird bald auf Suppes' Instagram-Kanal veröffentlicht.

Im Mittelpunkt von Taylor Swifts Musikvideo zu The Fate of Ophelia steht das Gemälde Ophelia von Friedrich Heyser. Mit einer Breite von 181 cm und einer Höhe von 90,5 cm zeigt es die tragische Shakespearesche Figur, die im Wasser treibt. Die plötzliche Popularität des Werks hat viele überrascht – auch die Museumsmitarbeiter.

Danielle Neess und ihr verstorbener Mann erwarben Ophelia 2017 bei einer Auktion. Damals war das Gemälde in schlechtem Zustand, besonders der aufwendige Rahmen – verziert mit Seerosen und dreidimensionalen Elementen – war beschädigt. Das Paar restaurierte sowohl das Bild als auch den einzigartigen Rahmen, bevor es die gesamte Sammlung dem Deutsches Museum stiftete.

Seit der Veröffentlichung des Songs haben bereits über 500 Swift-Fans, auch Swifties genannt, das Museum in nur zwei Tagen besucht. Der Kunstexperte David Suppes glaubt, dass die Aufmerksamkeit das Interesse am Jugendstil und an weniger bekannten Künstlern wie Heyser wiederbeleben könnte. Er und Neess hoffen, dass Swifts Verbindung zum Gemälde noch mehr Besucher nach Berlin locken wird.

Ausschnitte aus ihrem Gespräch über Ophelia werden auf Suppes' Instagram-Kanal veröffentlicht. Das Museum zeigt zudem weitere Werke aus der Neess-Sammlung, die in einer Publikation von Peter Forster aus dem Jahr 2024 dokumentiert sind – wenn auch mit begrenzten Details.

Durch seinen Auftritt in Swifts Video hat sich Ophelia von einem ruhigen Museumsstück zu einem weltweiten Gesprächsthema gewandelt. Die Besucherzahlen sind explodiert, und das Museum rechnet mit anhaltendem Interesse. Für Neess und Suppes bietet dieser Moment die Chance, vergessene Kunst und Künstler wieder ins Rampenlicht zu rücken.