Traditionelle Parfümerie Pieper meldet überraschend Insolvenz an
Parfümerie-Kette Pieper meldet Insolvenz nach Jahren am deutschen Markt an
Die in Herne ansässige Parfümerie-Kette Pieper, die bundesweit über 100 Filialen betreibt, hat diese Woche die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Die Mitarbeiter erhalten für drei Monate Lohnschutz im Rahmen der deutschen Insolvenzgeldregelung.
Pieper war lange eine bekannte Größe im Duft- und Kosmetikmarkt, insbesondere im Ruhrgebiet. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs zählte das Unternehmen mehr als 140 Standorte in ganz Deutschland. Bis März 2026 war die Zahl jedoch auf 113 gesunken – vor allem durch neun Schließungen in Nordrhein-Westfalen.
Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens traten deutlicher zutage, nachdem die Bilanz für 2021/22 einen Nettoumsatz von 113,7 Millionen Euro auswies. Trotz dieser Herausforderungen beschäftigt Pieper derzeit über 1.000 Mitarbeiter und versichert Kunden, dass die Filialen vorerst geöffnet bleiben.
Ungewiss bleibt die langfristige Zukunft des Unternehmens. Im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens sind mögliche Stellenstreichungen oder weitere Filialschließungen nicht ausgeschlossen.
Die Insolvenzanmeldung markiert eine schwierige Phase für den traditionsreichen Händler. Zwar läuft der Tagesbetrieb weiter, doch das Schicksal der Belegschaft und der verbleibenden Filialen hängt vom Umstrukturierungsprozess ab. Die nächsten Schritte des Unternehmens sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.






