Volkstrauertag in Bergisch Gladbach: Mahnung für Frieden und Verantwortung
Nikolaus SchleichVolkstrauertag in Bergisch Gladbach: Mahnung für Frieden und Verantwortung
Am Volkstrauertag gedachte Bergisch Gladbach der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Feierstunde fand in einer Zeit statt, in der globale Konflikte und Spannungen in den vergangenen Jahren neue Unsicherheiten mit sich gebracht haben. Bürgermeister Marcel Kreutz nutzte den Anlass, um zu Solidarität und bürgerlicher Verantwortung aufzurufen – insbesondere für jene, die in den heutigen Krisen existenziell bedroht sind.
Vor 80 Jahren endete im Mai 1945 der Zweite Weltkrieg. Doch seine Spuren sind bis heute sichtbar: Rund 830 deutsche Kriegsgräberstätten im Ausland werden vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in 45 Ländern gepflegt. Die Arbeit der Organisation mahnt die verheerenden menschlichen Kosten des Krieges.
In seiner Rede betonte Kreutz, dass Frieden nicht um jeden Preis zu haben sei. Er zitierte die Worte: "Frieden ist ein dynamischer und kontinuierlicher Prozess der Gewaltminderung und wachsenden Gerechtigkeit durch Recht und Dialog." Echter Frieden, so Kreutz, verlange sowohl innere Entschlossenheit als auch äußere Stärke.
Gleichzeitig warnte der Bürgermeister davor, nach Sündenböcken zu suchen, statt auf Dialog, Kompromiss und Rechtsstaatlichkeit zu setzen. Bürgergeist und gegenseitige Verantwortung seien entscheidend, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren. Ohne sie, so Kreutz, bleibe dauerhafter Frieden unerreichbar.
Die Gedenkveranstaltung unterstrich die anhaltende Notwendigkeit, sich mit dem Erbe des Krieges auseinanderzusetzen und gleichzeitig durch aktives Engagement Frieden zu fördern. Die Rolle der Kriegsgräberfürsorge, die Erinnerung bewahrt und Versöhnung fördert, wurde als Teil dieses Bestrebens hervorgehoben. Für Bergisch Gladbach war der Tag zugleich Mahnung an die Vergangenheit und Appell, gemeinsame Werte in der Gegenwart zu verteidigen.






