Warum Cem Özdemir auf die Brezel-Tätowierung nach dem Grünen-Wahlsieg verzichtete
Irena RohtWarum Özdemir noch kein Brezel-Tattoo hat - Warum Cem Özdemir auf die Brezel-Tätowierung nach dem Grünen-Wahlsieg verzichtete
Nach dem Sieg der Grünen bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg ließen sich sechs Ehrenamtliche aus Cem Özdemirs Wahlkampfteam den Moment mit Brezel-Tätowierungen tätowieren. Der Parteivorsitzende selbst verzichtete jedoch darauf. Seine Entscheidung fiel nach einer Reflexion über frühere eigene Aussagen zu Körperschmuck und Symbolik.
Die Idee für die Brezel-Tätowierungen entstand während der Wahlfeier in Stuttgart. Während sich Özdemirs Team und einige Gäste für das brezelinspirierte Motiv entschieden, hielt er sich zurück. Später gab er zu, dass ihn eine frühere Bemerkung – der Vergleich von Tätowierungen mit Aufklebern auf einem Ferrari – zum Umdenken gebracht habe.
Nur eine kleine Gruppe, darunter sechs Kampagnenmitarbeiter und vier weitere Gäste, ließ sich tatsächlich tätowieren. Keine anderen Grünen-Politiker folgten ihrem Beispiel. Einige Teammitglieder sollen enttäuscht gewesen sein, dass Özdemir nicht mitmachte, und sahen darin eine verpasste Chance, Zusammenhalt zu demonstrieren.
Trotz seiner Entscheidung betonte Özdemir, dass die Tätowiermaschine der Freiwilligen weiterhin zur Verfügung stehe. Seine Zurückhaltung begründete er damit, dass er zu seinen früheren Aussagen stehen wolle – statt ein Symbol zu übernehmen, das er einst abgetan hatte.
Die Brezel-Tätowierungen wurden zu einem kleinen, aber prägnanten Detail der Wahlparty. Özdemirs Verzicht auf die Tätowierung enttäuschte manche Anhänger, doch die Ausrüstung für weitere Motive bleibt bereit. Vorerst bleibt die symbolische Geste des Wahlkampfs auf eine Handvoll Freiwillige beschränkt.






