23 February 2026, 21:28

Warum Deutschlands Autoindustrie an Wettbewerbsfähigkeit verliert – und was jetzt droht

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Warum Deutschlands Autoindustrie an Wettbewerbsfähigkeit verliert – und was jetzt droht

Deutschlands Autoindustrie steht vor ernsten Herausforderungen, warnt der AutomobilExperte Ferdinand Dudenhöffer. Hohe Kosten und schwache Wettbewerbsfähigkeit zwängen die Hersteller seines zufolge zunehmend dazu, im Ausland nach Wachstum zu suchen.

Dudenhöffer betonte, dass die deutschen Autobauer überleben werden – allerdings nur, indem sie sich außerhalb Deutschlands ausweiten. Das Jahr 2023 bezeichnete er als einen "extrem schlechten Ausreißer", bestritt jedoch, dass die Branche im freien Fall begriffen sei. Dennoch warnt er: Die heimische Produktion steht durch steigende Kosten und ausländische Konkurrenz unter Druck.

Deutsche Hersteller verlieren in Europa Marktanteile, besonders bei Elektrofahrzeugen. Chinesische Marken wie BYD verdreifachten trotz EU-Zöllen ihre Verkäufe, während Tesla in Deutschland, Frankreich und Schweden aufgrund von Preisdruck an Boden verlor. Gleichzeitig drängen US-Exporteure auf den europäischen Markt – während die deutsche Industrie insgesamt mit hohen Energiekosten und rückläufigen Exporten kämpft.

Als Gründe für den Niedergang nennt Dudenhöffer den "überbordenden Sozialstaat", "schlechte Kostenstrukturen" und "exorbitante Lohnnebenkosten". Zudem kritisiert er "absurd hohe Energiepreise" und wirft Politikern "leere Rhetorik" statt echter Lösungen vor. Seine schärfste These: "Das größte Problem für unsere heimischen Konzerne ist Deutschland selbst" – ein Land, das er mittlerweile als "zu teuer und nicht mehr wettbewerbsfähig" für den Automobilbau ansieht.

Die dringlichen Warnungen des Experten unterstreichen die tiefgreifenden Sorgen um die industrielle Zukunft der deutschen Bahn. Ohne grundlegende Reformen könnten die Autobauer weitere Produktion ins Ausland verlagern. Der Druck wächst, während ausländische Konkurrenten in Schlüsselmärkten an Boden gewinnen.

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