25 April 2026, 16:35

Wiesbaden wird zur Bühne: Das Staatstheater bricht mit "Wem gehört die Stadt?" alle Grenzen auf

Ein Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" ist aufgeschlagen und zeigt eine Seite mit Text und einem Logo.

Wiesbaden wird zur Bühne: Das Staatstheater bricht mit "Wem gehört die Stadt?" alle Grenzen auf

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden stellt sein Programm für die Spielzeit 2026/2027 vor

Unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" bricht das Programm die Grenzen zwischen Künstlern und Publikum auf. Mit neuen Projekten wird Kunst über die traditionellen Bühnen hinaus in den Wiesbadener Alltag getragen.

Den Auftakt der Saison bildet Carl Orffs "Carmina Burana" – eine groß angelegte Produktion mit über 200 Mitwirkenden, die den Ton für ein Jahr ehrgeiziger Werke setzt, die herkömmliche Theatererlebnisse herausfordern.

Eines der herausragenden Projekte, "Metropolis Wiesbaden", verwandelt die gesamte Stadt in eine Bühne. Das Publikum folgt den Aufführungen durch Straßen, Plätze und unerwartete Orte. Ein weiteres zentrales Vorhaben, "Sinfonie für 100 Bürger:innen", definiert Rollen neu, indem Laien in die Entstehung von Musiktheater einbezogen werden.

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Das Theater führt zudem "Opera-Flashmobs" ein – unangekündigte Darbietungen an öffentlichen Orten. Diese Überraschungsaktionen sollen Menschen erreichen, die sonst nie ein traditionelles Theater besuchen würden. Der Spielort Wartburg wird zum flexiblen Begegnungsraum, der Diskussionen fördert und über seine übliche Funktion hinauswächst.

Im Musiktheater verbindet das Programm Vergangenheit und Gegenwart, indem es historische Werke mit zeitgenössischen Perspektiven verknüpft. Auch das Hessische Staatsballett rückt moderne Choreografien in den Fokus und präsentiert neue Stimmen des Tanzes.

Künstler verlassen die Theaterwände und begegnen den Bürger:innen direkt in Parks, auf Märkten und in Nachbarschaften. Ziel ist es, die Stadt selbst zu einem Ort gemeinsamer Kreativität und des Austauschs zu machen.

Die Spielzeit 2026/2027 markiert einen mutigen Schritt für das Hessische Staatstheater Wiesbaden. Indem es Aufführungen in den öffentlichen Raum verlagert und Bürger:innen in kreative Prozesse einbindet, will das Theater seine Rolle in der Gesellschaft neu definieren. Den offiziellen Start macht "Carmina Burana" – im Laufe der Monate wird sich das Programm weiter durch Wiesbaden entfalten.

Quelle