Wiesbadens stille Karnevalshelden erhalten den Narrischen Stadtorden für ihr Engagement
Nikolaus SchleichWiesbadens stille Karnevalshelden erhalten den Narrischen Stadtorden für ihr Engagement
Wiesbaden ehrt seine unbekannten Karnevalshelden bei der Verleihung des Narrischen Stadtordens
Bei der diesjährigen Verleihung des Narrischen Stadtordens würdigte Wiesbaden seine stillen Karnevalshelden. Über 160 begeisterte Besucher kamen zusammen, als 48 Ehrenamtliche für ihr Engagement hinter den Kulissen ausgezeichnet wurden. Die Veranstaltung zeigte, wie vielfältige Beiträge – von Familien bis zu Organisatoren – die Narren-Traditionen der Stadt am Leben erhalten.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende eröffnete die Feier und betonte die Bedeutung des Karnevals als verbindendes Element der Gemeinschaft und als Bewahrer von Bräuchen. Gemeinsam mit Stadtratspräsident Dr. Gerhard Obermayr überreichte er den Narrischen Stadtorden und würdigte die Verdienste jedes Einzelnen für die Festlichkeiten.
Eine Ehrenwache auf der Bühne symbolisierte die vielen Wege, die zum gemeinsamen Karnevalsgeist führen. Zu den Geehrten zählten nicht nur die sichtbaren Helfer, sondern auch Partner und Familien, die im Hintergrund während der gesamten Saison still unterstützen. Das Kinderprinzenpaar, Viktoria I. und Noah I., brachte mit einer gereimten Dankesrede an Sponsoren, Vereine und die Stadt eine spielerische Note in die Veranstaltung.
Die Zeremonie selbst vereinte Würde und Herzlichkeit und ehrte all jene, die lange vor dem ersten Fanfarenstoß im Einsatz sind und bis zum letzten "Helau" durchhalten. Auch die karnevalistische Tradition der Satire fand Erwähnung – ihre Fähigkeit, Macht zu hinterfragen, die Gesellschaft zu spiegeln und mit scharfem Witz zum Lachen zu bringen.
Die Dacho-Auszeichnungen rückten die 48 Persönlichkeiten in den Fokus, die Jahr für Jahr die Wiesbadener Karnevalskultur tragen. Ihre Aufgaben reichen von der Organisation von Veranstaltungen bis hin zur generationenübergreifenden Vermittlung von Humor und Tradition. Ohne ihr Wirken würde der lebendige Narren-Geist der Stadt seinen Halt verlieren.






