Willich verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – doch Eltern zahlen mehr für Kitas
Wenke KranzWillich verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – doch Eltern zahlen mehr für Kitas
Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – die Sitzung war in weniger als zwei Stunden abgeschlossen. Alle Fraktionen hielten sich strikt an eine Redezeitbegrenzung von fünf Minuten, was für einen zügigen und effizienten Ablauf sorgte. Trotz der einstimmigen Abstimmung löste die Sorge über steigende Kinderbetreuungskosten und finanzielle Belastungen eine Debatte unter Eltern und politischen Gruppen aus.
Die Haushaltsberatungen verliefen zügig, da alle Fraktionen ihre Beiträge knapp hielten. Eine zentrale Entscheidung betraf die jährliche Anpassung der Kita-Gebühren, die von zwei auf drei Prozent angehoben und nun als dauerhafte Maßnahme festgeschrieben wurde. Eltern in Willich reagierten verärgert, insbesondere wegen der Einführung von Geschwisterzuschlägen und der höheren Betreuungskosten.
Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl die Geschwisterzuschläge als auch die erhöhten Elternbeiträge ab. Der Rat beschloss jedoch letztlich, die bestehende Regelung beizubehalten, wonach es keine ermäßigten Gebühren für Geschwisterkinder im Kindergarten gibt. Gleichzeitig unterstützte die Grünen-Fraktion den Haushalt, wies aber auf die prekäre finanzielle Lage der Stadt hin und forderte rasches Handeln.
Auch die SPD stimmte dem Haushalt zu, betonte jedoch die Notwendigkeit verantwortungsvoller Ausgaben und des Schutzes von Familien. Sie begrüßten zwar die Bauturbo-Initiative für bezahlbaren Wohnraum, kritisierten aber die Streichung des Deutschlandtickets für Studierende. Zuvor hatte die SPD konkrete Einsparvorschläge unterbreitet, die sich auf nicht essenzielle Ausgaben konzentrierten, um die finanzielle Belastung zu verringern.
Am Ende wurde der Haushalt ohne Gegenstimmen angenommen – eine der schnellsten Verabschiedungen der letzten Jahre. Der Haushalt 2026 ist damit beschlossen, die Kita-Gebühren steigen künftig jährlich um drei Prozent. Familien müssen weiterhin volle Geschwisterzuschläge zahlen, trotz der Vorbehalte des Jugendhilfeausschusses. Nun konzentriert sich der Rat auf die Umsetzung von Sparmaßnahmen und die Bewältigung der anhaltenden finanziellen Herausforderungen.






