ZVEI fordert digitale Lösungen für ein transparentes und flexibles Stromnetz bis 2027

Nikolaus Schleich
Nikolaus Schleich
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Ein blaues Solarpaneel mit der weißen Schrift "Clean Energy Gov" in der Mitte, angeordnet in einem Gittermuster.Nikolaus Schleich

ZVEI fordert digitale Lösungen für ein transparentes und flexibles Stromnetz bis 2027

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat zwei zentrale Maßnahmen vorgeschlagen, um die Flexibilität und Transparenz des deutschen Stromnetzes zu stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei die beschleunigte Einführung von Steuerungssystemen sowie die Einführung des Digitalen Produktpasses 4.0 (DPP4.0). Beide Initiativen zielen darauf ab, ein widerstandsfähigeres und effizienteres Energienetz zu schaffen.

Der ZVEI betonte, dass die zügige Umsetzung von Netzteuerungssystemen in den Verteilnetzen eine entscheidende Rolle für mehr Effizienz spielt. Zwar existieren die technologischen Grundlagen für ein leistungsfähiges Netz bereits, doch sind eine schnellere Standardisierung und eine konsequente Umsetzung unverzichtbar. Der Verband rechnet ab 2026 mit einer spürbaren Beschleunigung des Ausbaus, wobei bis 2027 messbare Flexibilitätsverbesserungen in den Niederspannungsnetzen erreicht werden sollen.

Einzelne Pilotprojekte allein werden die erforderlichen Ergebnisse jedoch nicht bringen. Vielmehr sind eine flächendeckende Einführung, klare technische Schnittstellen und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen entscheidend. Zudem muss die Schließung von Integrationslücken und der Übergang von Pilotvorhaben in den großflächigen Betrieb Priorität erhalten, um die volle Netflexibilität zu erschließen.

Die Einführung des DPP4.0 stellt eine weitere Schlüsselmassnahme dar. Dieses System soll ein zuverlässiges, durchgängiges Datenrahmenwerk schaffen, das den gesamten Lebenszyklus eines Produkts abdeckt. Sein Erfolg hängt von einer praxisnahen Umsetzung, einer breiten Branchenbeteiligung und der Schaffung eines unabhängigen Datenökosystems ab. Der Pass ist als zentrale Datenquelle in einer interoperablen und datensouveränen digitalen Umgebung konzipiert und soll so die Transparenz und Qualität im Netzbetrieb erhöhen.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen konzentrieren sich auf Standardisierung, großflächige Umsetzung und datengestützte Transparenz. Bei wirksamer Umsetzung könnten diese Schritte zu einem anpassungsfähigeren und effizienteren Stromnetz führen. Der Zeitplan für den Ausbau der Steuerungssysteme bleibt unverändert – bis 2027 sollen erste messbare Fortschritte erzielt werden.

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