Zwei tödliche Radunfälle in Lünen: Alkohol und Rotlicht als Ursachen
In Lünen sind in diesem Jahr zwei Radfahrer bei separaten Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 5. Juli an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße und Viktoriastraße. Die Behörden verzeichnen eine besorgniserregende Zunahme der Verkehrsopfer in der Stadt – die Gesamtzahl der Verkehrstoten ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen.
Das erste Todesopfer gab es am 25. März, als ein 16-jähriger Radfahrer auf der Kurt-Schumacher-Straße getötet wurde. Monate später, am 5. Juli, starb ein weiterer Radfahrer an derselben Straße, diesmal an der Einmündung zur Viktoriastraße. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand und entweder ein rotes Licht übersehen oder bewusst missachtet hatte, bevor es zum Zusammenstoß kam.
Insgesamt haben Verkehrsunfälle in Lünen im Jahr 2023 zu mehr Verletzten und Toten geführt. Die Zahl der Leichtverletzten stieg um 38 auf 281 – ein Anstieg um 16 Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten blieb dagegen mit 36 Fällen konstant. Auch E-Scooter-Unfälle unter Kindern und Jugendlichen haben zugenommen, wenn auch keine genauen Zahlen vorliegen.
Als Reaktion darauf ergreifen der Verkehrssicherheitsrat Lünen und die Dortmunder Polizei Maßnahmen. Noch in diesem Jahr sollen praktische Schulungen stattfinden, um Verkehrsteilnehmern nach dem Winter wieder mehr Sicherheit zu vermitteln. Zudem werden die Polizeikontrollen gezielt ausgeweitet, und Verstöße werden strenger geahndet.
Angesichts der steigenden Zahlen an Verkehrsopfern werden in Lünen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Mit Schulungen und Kontrollen soll die Unfallzahl gesenkt werden. Im Fokus steht vor allem die Vermeidung weiterer Tragödien – insbesondere unter den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern.






